torte

Life's a bitch, but I deal with it :)
 
 

Tranquilo, no pasa nada, eh?

EDIT: Uff... nach mehreren Stunden harter Arbeit habe ich es nun endlich geschafft, den Blog so korrekt darzustellen, wie er es bei mir auf dem PC schon vor einigen Stunden tat. Also, viel Spass mit den Bildern.

So Kollegen - es ist mal wieder Zeit für einen kleinen Status-Bericht aus Viva Espana!

Ich hab ein schönes JavaScript gefunden, welches es mir ermöglicht, Fotos einzubinden, ohne dass man den Link darauf klicken muss. Klartext: wenn ihr eine Schrift in dieser Farbe seht, dann könnt ihr mit der Maus darauf fahren und feststellen, wie ich meine Berichte mit Fotos untermale. ein Klick darauf bringt euch dann zur Großversion des Bildes. Vielleicht muss ich sie noch etwas runterkomprimieren, damit das Laden nicht zu lange dauert - mal sehen. Mit wem hatte ich es neulich von Fotos... ach ja, mit Michi, und der eigentlich mit Merle. Ganz schön kompliziert. Naja, jedenfalls war so die Quintessenz des Gesprächs, dass Fotos ja eigentlich immer nur persönliche Erfahrungen festhalten und deswegen viele Bilder, die für einen selbst einen unglaublich großen Wert haben und ein bestimtmes "Gefühl" ausdrücken, von Fremden, die diesen Moment nicht miterlebt haben, nicht nachvollzogen werden können. Naja, davon abgesehen sind wohl mal Bilder, die an sich eine gewisse Stimmung festhalten (aber deswegen schwierig zu fotografieren sind).

Wo fange ich an... ach ja, am Besten beim Ausflug nach Sitges. Sitges ist eine kleine Stadt ungefähr 45 Minuten ausserhalb Barcelonas, aber wunderschön. Hat halt eher was kleinstädtisches, viele versteckte, verwinkelte Gassen, auch Sonntags offene Geschäfte , einen tollen Strand, ein schönes Schloss (in dem ich nicht drin war , wo man aber an den Felsen toll beobachten kann, wie die Wellen dagegen schlagen), und - wie mir Judith verriet - typisch für Sitges sind Bauwerke aus Sand, wie hier bspw. das letzte Abendmahl (wir waren an einem Ostersonntag da), die die dortigen Künstler mit viel Liebe und in stundenlanger Arbeit errichten. Die Details, auf die sie dabei achten, sind unglaublich... naja, sie verdienen auch gar nicht schlecht - in der Box, die für Spenden davor aufgerichtet war, lagen ca. 100 € Kleingeld. Kein schlechter, aber durchaus -haha- verdienter Verdienst.

Wer war denn eigentlich mit in Sitges? Andi, Michi und ich sind mit dem Zug von Barcelona aus hin gefahren und haben dort Judith getroffen. Natürlich wäre ich mal wieder fast zu spät zum Zug gekommen, da ich damals noch nicht wusste, wo die RENFE-Station (so heißt die DB hier) ist und prompt ungefähr zehn Minuten durch den "Tunnel des Todes" (von dem ich noch ein Foto machen muss) und einen weiteren Tunnel laufen musste, bis ich da war. Uff, das war ein Gehetze... in Sitges angekommen haben wir erstmal wieder einen Beweis für die katalanische Effektivität vorgefunden - alle Ticketautomaten waren ausser Betrieb. Leider wurde dieser schöne Moment dadurch zunichte gemacht, dass Andi bemerkte, dass der Zug ja momentan sowieso umsonst sei (gibt wohl irgendwie Streit zwischen den Bürgern und der Regierung, weil ein geplanter Schnellzug nicht oder zu langsam gebaut wird - deswegen darf man grade umsonstn fahren), und deswegen Ticket-Automaten überflüssig seien. Naja, jedenfalls haben wir (oder um genau zu sein ich) es dann dank des Windes erstmal geschafft, am Strand meine schöne neu erworbene Frisbee im Meer zu versenken, wobei die Rettungsaktion mit einem kurzfristig veränderten Feuchtigkeitszustandes meines rechten Fußes incl. Hosenbein einherging. Natürlich hätte man sich auch erst den Schuh ausziehen können und die Hose hochkrempeln, aber bestimmt wäre die Frisbee bis dahin schon in Lampukistan gewesen! Außerdem hätte man dafür nachdenken müssen. Naja, jedenfalls ging es dann leicht tropfend ein wenig durch die Gassen von Sitges schlendern, wo wir in einem Restaurant-Tip von Judith gegessen haben (der Salat war echt lecker!), dann anschliessend noch ein wenig am Strand entlang flaniert sind, um dann wieder nach Hause zu fahren. Abends haben Andi und ich glaube ich noch einen Film geschaut - er war jedenfalls nicht wirklich erwähnenswert (ich werde nachher noch eine kurze Abhandlung über Filme schreiben, die ich hier gesehen habe .

Chronologisch zwar nicht korrekt, aber ich weiß nicht mehr, wann was war und habe auch keine Lust nachzuschauen, folgt nun der Ausflug zum Tibidabo, einem Berg gegenüber dem Montjuic. Von oben hat man mal wieder einen tollen Blick über Barcelona (und ich bin mittlerweile glaube ich im Besitz der meisten Bilder pro Speicherkarte von "Barcelona von oben", weswegen ich irgendwann einfach aufgehört habe, zu fotografieren - soo schön ist es nun auch nicht, wenn man mal von meinen fotographischen Meisterleistungen vom Montjuic aus absieht. :D) Wo war ich? Ach ja, Tibidabo. AUf dem Berg ist ein kleiner Vergnügungspark mit Attraktionen, die in Deutschland vermutlich $$$-Zeichen im Augen jedes Sicherheitsinspektors aufleuchten lassen würden. Dafür kann man auch das Camp Nou von oben betrachten, was auf jeden Fall einen spannenden Kontrast zum Camp Nou von innen bildet. Neben dem Park gibt es auch noch eine Kirche, welche man von ganz Barcelona aus sieht (wenn es nicht nebelt oder man direkt vor der Sagrada Familia steht). In der Kirche selbst gibt es elektrische Kerzen (ich habe lieber eine echte angezündet), die man durch Münzeinwurf zum Leuchten bewegen kann, komische Kronleuchter, und vor allen Dingen: eine 24-Stunden-Notbeichtsäule! Man muss also nur klingeln, und schon kommt ein Pfarrer aus dem Nichts hervorgeschossen. Ah, aus dem Nichts - hier kann ich noch etwas einschieben.

Einschub: Aus dem Nichts hervorgeschossen. Wir haben mittlerweile die Theorie entwickelt, dass die "Cervezabier"-Pakis, die rings um die Ramblas Dosenbier für 1 € verkaufen, grundsätzlich aus dem Boden geschossen kommen, sobald man dreimal ihren Lockruf (Pakipakipaki oder Cervezabier) ertönen lässt. Und genauso verschwinden sie auch wieder. (Erinnert mich dran, dass ich noch was über T-Shirts erzählen wollte). Bei geringen Beträgen (bis zu 1 €) sind sie durchaus auch vertrauenswürdig (wenn man ihm zwei Euro gibt, der aber nur noch eine Dose hat, kommt er tatsächlich wieder mit der fehlenden Dose) - allerdings nicht mehr bei drei Euro (ich wollte einen Sixpack für 5 € Mengenrabatt kaufen, hatte aber nur 20 €. Der Paki gab mir 12 € und meinte "Cambio, Cambio" und lief davon - ich dachte mir, geben wir ihm die Chance, die er genutzt hat, aber nur für sich.) Tja, lieber Paki, man sieht sich immer zweimal im Leben... durch Zufall haben wir denselben nämlich am gleichen Abend nochmal getroffen, als wir aus dem Oveja Negra kamen. Mei, mei, mei... ich hab ihn ganz schön zur Sau gemacht (größtenteils auf Deutsch, das ist viel effektiver, wenn die Leute nicht verstehen, was man sagt :D), ihm die drei Euro, die er in der Hand hatte aus der Hand genommen und mir noch ein Gratis-Bier als Entschädigung aus seinem Sixpack genommen. Der arme Junge war völlig verwirrt (woher soll er auch wissen, dass ich der liebste Mensch auf Erden bin und ihm niemals irgendwas getan hätte - war für mich auch ziemlich schwierig, böse zu gucken) und stammelte immer nur "Cambio... Gracias... Cambio... Gracias...", bis ich mit Verwünschungen um die Ecke verschwunden war. Dort musste ich erst mal laut loslachen, weil ich die ganze Zeit so angespannt böse tun musste und es eigentlich gar nicht wollte. Naja, jedenfalls glaube ich, der wird sowas nie wieder versuchen... und zum Deutsch reden: Chris hatte da eine recht gute Begründung, als er meinte, er redet mit denen nur Deutsch, die könnten das ruhig lernen, würde sie ja auch weiterbringen. Außerdem hat er ja recht - "ich nehm zwei" verstehen die immer Allerdings kein Spanisch - ich habe neulich versucht, einem beizubringen, dass es in Indien meiner Meinung nach sehr viele liebenswerte Leute gibt, aber er hat es nicht verstanden. Naja, egal.

So, zurück zu den Ausflügen (ihr seit schon, das wird ein laaaaanger, völlig ungeordneter Eintrag ). Ein weiterer führte mich zusammen mit Annika und Linda, die zu Besuch waren, und später Michi zum Park Guell, wo es viele tolle Bauwerke zu bestaunen gibt, unter anderem das verlinkte "Lebkuchenhaus". Wer den Film "L'Auberge Espanol" kennt, dem wird auch dieser Platz bekannt vorkommen, der von Michi dokumentiert werden musste. Es ist soooo schön da oben... und unglaublich entspannend. Ach ja, natürlich sieht man mal wieder Barcelona von oben. Falls ihr mal in Barcelona sein solltet - ich kann diesen Park nur empfehlen (auch wenn ich erst hinterher herausgefunden habe, dass es neben dem ewig steilen Anstieg auch einen Zugang mit Rolltreppen zum Park gibt - fluch!).

Anschliessend haben Annika, Linda und ich noch die Seilbahnfahrt von Barceloneta auf den Montjuic auf uns genommen, welche sich gelohnt hat (zwar nicht 11-€-gelohnt, aber Erlebnis-gelohnt , weil man von oben einen tollen Blick auf den Strand und die Ramblas hat. Interessanterweise laufen die tatsächlich so, wie sie historisch sein sollen (nämlich wie ein Flussbett, was die Ramblas mal waren), auch wenn man beim Herunterlaufen immer das Gefühl hat, man läuft schnurstracks gerade aus. Mysteriös.

Der nächste Ausflug, die nächsten Fotos: Valencia. Nach einer ausgiebigen Freitag-Nacht-Feierei und einer gefühlten Stunde Schlaf (tatsächlich war es wohl auch so) und meiner brillianten Idee, mich von Andi anrufen zu lassen, um sicherzustellen, dass ich wach bin (ich hatte meinen Wecker am anderen Ende des Zimmers ausgeschaltet, ohne aufzuwachen! Big up myself ), ging es im Bus nach Valencia. Der Fahrer musste wegen mir eine Pause einlegen, weil ich ganz dringend aufs Klo musste (und er mir erklärte "Normalmente no hay pausa desde Barcelona a Valencia!!!" - interessanterweise hat der andere Fahrer auf dem Rückweg sogar 15 Minuten gehalten... welcher Deutsche kann auch damit rechnen, vier Stunden am Stück zu fahren???). Interessant hierbei: so entspannt die Spanier sonst sind - wehe, man sitzt im Bus auf dem falschen Platz!!! Selbst bei einem dreiviertel leeren Bus gilt es unbedingt, die richtigen Sitzplatznummern einzuhalten, ansonsten wird man sofort mit Hinweis auf das Ticket verscheucht. Angekommen in Valencia nach ein bisschen Erholungsschlaf im Bus suchten wir erstmal unser Hostal (achja, wir sind wieder mal Andi, Michi, Judith und ich), wo ich mich zunächst gemütlich eingerichtet habe. Schliesslich hatte am Abend Gießen Auswärtsspiel in Paderborn!!! Das Ergebnis lässt sich hier betrachten. Anmerkung: zu diesem Zeitpunkt waren sowohl Andi als auch ich nüchtern!!! Jedenfalls meinte Michi nach dem zehten Betrachten des Videos, dass er wohl Albträume bekommen würde, wie ich vor ihm stehe, "Auswärtssieg" rufe und Andi als Pakistani verkleidet aus dem Boden kommt, die Augen verdreht und meint "Cervezabier?". Hihi. Der Auswärtssieg wurde uns aber schon vorher von dieser Taube angekündigt - oder habt ihr schonmal eine rot-weiße Taube gesehen?

Am nächsten Morgen ging es dann wieder mal in ein ausgetrocknetes Flussbett - in Valencia wurde nach einer Flutkatastrophe der Fluss künstlich umgeleitet und eine wunderschöne Parkanlage mit Minigolf, Kinderspielplätzen, der Faust von Goliath als Rutsche, vielen Brunnen und Bäumen zum Draufklettern angelegt. Ausserdem gibt es dort viele Fussballplätze, wo man (auf einer Brücke stehend) teilweise bis zu vier Spiele gleichzeitig verfolgen kann. Dort entstand auch ein Bild, welches ich "Sehnsucht" genannt habe. Am Ende des Parks kommt man dann ungelogen in die Zukunft - oder besser gesagt, in die "Stadt der Wissenschaft", in welcher die verschiedenen Gebäude alle futuristisch angelegt sind. Auf dem Weg dorthin trafen wir noch Richard. Am Abend ging es dann wieder zurück nach Barcelona, und es war ein tolles, entspanntes Wochenende (nicht nur dank dem Auswärtssieg ), weil Valencia viel ruhiger und nicht so "Großstadt-Style" wie Barcelona rüber kommt und die Parkanlage zum stundenlangen Chillen einlädt.

Einen hab ich noch den möchte ich aber nur ganz kurz abhandeln, das war der Ausflug zum Montjuic mit Anna. Barcelona von oben habe ich bereits vorhin verlinkt, deswegen hier nur kurz zwei Mottofotos: "Nachkriegszeit" und "Hindernisse". Während Anna's Besuch habe ich auch noch ein Foto "Frau am Fenster" gemacht, was mir gut gefallen hat, weil sie gefühlt stundenlang am Fenster saß und auf die Straße geschaut hat (genauso wie Linda, als sie mit Annika zu Besuch war). Dem gegenüber steht natürlich "Mann am Fenster", ein Bild, welches als Fotoserie bei Sandra entstand, als Chris (der Mann am Fenster), Michi und ich bei ihr zum Weinabend eingeladen waren. War aber hartverdient - schliesslich hatte ich mich für Sandra mal frühmorgens um 13.00 Uhr aus dem Bett gequält, um zum Beachen zu kommen Naja, jedenfalls waren wir danach noch im Café Milans, einer besonders bei Erasmus-Studenten beliebten Bar.

Und wo wir schon bei den Bars sind, kann ich gleich noch ein paar weitere einbinden: nämlich unter anderem vom Don Bratwurst, einer der beiden deutschen Kneipen hier in Barcelona, wo man gepflegt Fußball schauen und lecker Stadionwurst essen kann, und von irgendeinem Club im Barri Gotic, dessen Namen ich vergessen habe, der aber eine ganz coole Atmosphäre und noch coolere Gäste hat.


Sooo... damit wären alle Fotos eingebunden, die ich mir vorgenommen habe - ich hoffe, ich habe euch nicht erschlagen, mich selbst jedenfalls schon. Michi jedenfalls ist mittlerweile wieder in Deutschland (in Bayern geht das Semester erst heute wieder los), und ich werde ihn tatsächlich ein wenig vermissen. Er war jedenfalls immer treibende Kraft, wenn es um Ausflüge und Aktivitäten ging (was für mich mal sauangenehm war, einfach zurücklehnen zu könen, ohne alles zu organisieren und zu überlegen - meine Gießener Homies wissen, was ich meine , und saukorrekt. Junge, komm bald wieder. *melancholische Musik* (Hihi. Wir haben l'Auberge Espanol geschaut über einen Erasmus-Studenten, der ein Jahr in Barcelona - aufgrund der vielen verschiedenen Sprachen in Originalsprache mit dt. Untertiteln, wo halt auch mal *melancholische Musik* stand). Michi äußerte dann an seinem Abflugtag auch die Idee, T-Shirts an Touristen zu verkaufen - aber halt mit den geilsten Motiven, die ihr euch vorstellen könnt. Z.B. ein Paki-Gesicht mit darunter "Cervezabeer", eine Hängematte mit "Tranquilo, nopasanada, eh?", ein einfaches Shirt mit "Fora de Servei" für die Uni und lauter solche Sachen. Wird das schön. Wir werden reich! Also, wahrscheinlich er, aber ich versuche, irgendwie noch mitaufzuspringen. *g*

Ansonsten habe ich mittlerweile mein Midikeyboard bekommen und kann endlich wieder ein wenig Musik machen - wer ein kleines Hörbeispiel haben will: hier!

Tja, dieser Eintrag ist wohl mehr zu einem Reisetagebuch als zu einem wirklichen "Blog" geworden - und es gäbe noch sooo viel zu erzählen, was ich alles erlebt habe, was für Leute getroffen, was getrieben... aber das würde einfach den Rahmen noch mehr sprengen, als es eh schon tut. Deswegen höre ich hier mal auf, wünsche euch allen ein paar wunderschöne, sonnige Tage - und wir lesen uns bald wieder.

Que os vaya bien!


Thorsten

14.4.08 17:18

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Richard / Website (15.4.08 14:43)
Ihr habt mich in meinem Urlaub gestört! ... Dafür werde ich euch köpfen.

(Das JavaScript-Ding ist toll, auch wenn es Java ist)


mStern / Website (26.4.08 20:56)
Nice... endlich wieder was zu lesen
Ich glaub ich muss mein Foto-Snapshot-Tool auch ma umbauen, dass es mehr nach "ohne Werbung" aussieht

Besten Gruß - mStern

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